Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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Las gemeine Recht gibt hier ebenfalls zu keinen
Zweifeln Veranlassung. Abgesehen von den Nechtsver-
inuthungen, welche es enthält (oben §. 2), ist, wo
diese in concreto nicht Stich halten, überall der un-
vordenkliche öffentliche Gebrauch für den Fortbestand
desselben entscheidend 22). Ter „vetustas, quae sem-

") Was das Eigenthum anbelangt, so ist die Vermuthunz
zwar historisch dafür, daß ein öffentlicher Weg, der
nicht Staatsstraße ist, einmal aus Privatelgenthuin ent»
standen sein werde:
„Viae vicinales, quae ex agris privatorum col-
latis factae sunt . . .“ heißt. es in fr. 3. pr.
D. 43, 7.
Die Vermuthunz ist aber bei Wegen, die zu Städ-
ten und Dörfern führen, keineswegs für das Eigenthum
der jetzigen Adjacente» rechtlich maaßgebend, vielmehr
ist hier die juristische Präsumtion im Zweifel für die
praesumtio,
,,si non ex collatione privatorum hoc iter
constitutum (esse probat um) est.“ fr. 2. § 27,
D. 43, 8.
ffiirb dieser Nachweis erbracht, und nunmehr der Rach,
«eis der Publicität, als ein mit jenem Beweise ver-
traglicher (also der Beweis späterer Begründung des
usus publicus), so bleibt das Eigenthum als rechtliche
Wahrheit unbeschadet deS öffentlichen Gebrauchsrecht«
stehen (vergl. fr. 30. §. 1. U. 41, 1). Wird aber
«» mit jenem Beweis« unverträglicher und prävalirender
Beweis deS unvordenklichen öffentlichen Gebrauch« er-
bracht, so bleibt nun nur noch die obige blo« histori-
sche Präsumtion ohne rechtliche Wirkung für die Atja-
centen übrig. Wo „memoria non extat‘‘, da kann
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