Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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„Wege, dic von einer Gränze dcs Landes zu einer
andern, oder von cincr Stadt, von einem Post - et«
Zollamt entweder zu einem andern, oder zu Meeren
und Hauptströmen führen, werden Land«, oder Heer-
straßen genannt."
(Womit zu vergleichen ist fr. 3. D. 43, 7:
viae militares exitum ad mare, atu in
urbes, aut in flumina publica habent.>
Die in jener Stelle angegebenen Kriterien können
jedoch ebenfalls, um das Vorhandensein einer Staats-
straße zu präsnmiren, nicht genüge». Es kommt viel-
mehr auch hier abermals auf die Beschaffenheit der
Wege selbst, die Breite, an, wie schon die Rücksicht
auf die Posten und die Hcereszüge in §. 1, andern-
tbeils die Vorschriften über das Ausweichen in §. 76 ff.
Zahlung zu machen, würden sich jene Angaben wobl «och
bedeutend vermehren lassen, indem hier ja auch von Kir-
chenwegen, Marktwege» u. s. w. die Rede sein könnte.
Hält man aber an die Klassifikation aus dem Eigentbume
fest, so dürfte eben so wenig Grund vorhanden sein,
technisch von „Flur- oder Feldwegen", „Nachbarwege»".
„Gukwegen" und „Waldwegen" zu sprechen, als wir
technisch und in einem rechtlich eminenten Sinne von
Flur-, Nachbar-, Guts- oder Wald-E ig enthu m zu
reden pflegen. Bergl. beiläufig noch Eichhorn Privat-
recht §. lös, besonders Note a und §. 372 im Tert
zu Note b (§. i. J. II, i).
Besonder- achtenswerth ist auch noch die Klassifikation
der Wege in dem Sächsischen Mandat von 17«,
«auch bei Diek, Geschichte ic. des deutschen Privatrechl-
162 S. 02).

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