Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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kann. Diese Fragen sind übrigens bei der Besitztitel«
berichtigung nach den Flurbüchern höchst praktisch. Ten»
den Besitztitel berichtigenden Gerichte so wenig als den
über den zehnjährigen Besitz vernommenen Zeugen liegen
die Flur-Charten vor — was oben Evelt schon berührt
hat —, es ist daher gar nicht selten, daß entweder
ganze Grundstücke irrig als vom X. besessen, bezeugt und
diesem sonach im Hypothekcnbuch zugeschrieben werden,
oder daß die Grenzen der Kataster-Vermessung nicht
richtig ausgenommen, dem 3E. ein Tbeil des Besttzthums
des Z. zugeschrieben, und Jeder von Beiden bei der Besitz-
titelberichtigung nur sein Eigenthum, dies aber auch
ganz, gesichert zu haben glaubt, und die ohne Einsicht
der Flur-Charte vernommenen Besitz-Zeugen dies eben-
falls glauben und so den Besitz einer bestimmten Flur-
buch «Nummer materiell unrichtig bezeugen — so daß
der Fehler erst weit spater entdeckt wird. —

In summarischen Sacken des Franz Anton Gerst-
garbe zu Assinghausen, Klägers und Wiedcrverklagten,
gegen die Eheleute Heinrkck Hanfland daselbst. Verklagte
und Wiederkläger, hat die Deputation des Königlichen
Land- und Stadtgerichts zu Brilon, bestehend aus dem
Land- und Stadtgerichts-Direktor Lohmann und den
Oberlandesgerichts - Assessoren, von Pestrl und Wirth,
in ihrer Sitzung vom 19. Februar 1845 den Akten
gemäß für Recht erkannt:
daß, die Konvention betreffend, dem Kläger Gcrstgarbe
das Eigenthum der Parzele Flur V. Nr. 6*/Ä III.
der Steuergemeinde Assinghausen 11 Rucken Wiese

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