Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 11 (1845))

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Legatar bereits eigenthümlich zustehendt Sache be,
lasten soll; oder
4. der Testator will, daß dem Legatar zu Gunsten
einer eigenen oder demselben vermachten Sache eine
Krundgrrechtigkeit an einer fremden Sache zu«
sieben soll.
In den Fällen zu 1, 2, 3 steht der mit einer
Gerechtigkeit honorirte Legatar dem Erben oder dem
onerirten Legatar,
A. L. Di. Thl. I. Tit. 12. §. 29 i.
sofort als dinglich Berechtigter gegenüber.
Vergl 31. L. R. Thl. I. Tit. 12. §. 364 ff.
2m Falle z u 4 tritt aber allerdings eine Ausnahme
von der Regel ein, auf die der oben angeführte §. 288
1. c. selbst durch Anziehung der §§. 377 ff. Thl. I.
Tit. 12. des 31. L> Di. verwiesen hat. Der Erbe muß
in einem solchen Falle die an einer fremden Sache kon-
stituirte Servitut dem Legatar zu verschaffen sich mög-
lichst angelegen sein lassen, und, wenn dies nicht mög-
lich ist, dem Legatar den außerordentlichen Werth ver-
güten.
A. L. R. Thl I. Tit. 12. §§. 377, 378
ES wird also das dingliche Recht hier erst durch
die wirkliche Besitzeinräumung, zu welcher der Dritte sich
verstehe» muß, erworben.

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