Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 11 (1845))

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wäre. Aus dieser ursprünglichen Verbindung ist er viel-
mehr und zwar, wie sich mit Grund annebmcn läßt, ab-
sichtlich herausgehoben. Konnte ihm nun auch dadurch
Etwas, was ganz außer seiner urspn'mglichen Bedeu-
tung lag, nicht untergeschoben werden, nämlich nicht
die Bedeutung der Konstituirung einer Servitut durch
stillschweigende Willenserklärung oder die Kreirung eines
präsumtiven Titels zur Verjährung, so steht doch Nichts
im Wege, die ursprüngliche und unveränderliche Bedeu-
tung des Paragraphen nunmehr auf die beiden Para-
graphen, die ihm, statt srüher eines einzigen, voraus-
gebcn, zurückzubczichcn, und zwar um so mehr, und
deshalb mit Nothwendigkeit, weil, selbst den zwischen«
geschobenen § 14 binweggedacht, schon der §.13 nicht
mebr, wie frübcr, allein des Erwerbes durch Willens-
erklärung, sondern auch dessen durch Verjährung er-
wähnt. — Unter den fünf ausgestellten Ansichten sind
demnach nur die erste und dritte unbedingt falsch; die
zweite und vierte sind nur deshalb nicht ganz richtig,
weil sie zu enge sind und nur beide neben einander
Gültigkeit haben.
Zweitens Von den Erwcrbungsarten bei Grund-
gerechtigkciten.

§. 10.
Das Allg. Landrccht stellt im Allgemeinen zweierlei
Erwerbungsarten auf, welche zu den betreffenden Er-
werbungsgründe», zu dem Titel, hinzukommen müssen,
um ein bloß persönliches Recht in ein wirklich dingliches

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