Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

knüpft, so wird also, wird man sagen, durch rin sol-
ches' Hypvthekenamt nichts gewonnen, vielmehr würden
die jetzigen Behörden nur um noch eine für jeden Be-
zirk vermehrt, und beim Hypothckenamte würden sich
die Klagen über zu vsele Arbeit, und bei den Einge-
sessenen über zu große Langsamkeit und Schwerfälligkeit
des Geschäftsganges wiederholen.
Allein, ehe wir auf diese Einwürfe antworten, setzen
wir folgende Erleichterung durch die Gesetzgebung voraus.
1. Die Gesetzgebung hebe alle jene Unterschiede auf,
ob rin Akt gerichtlich, ob er blos vor dem per-
sönlichen Richier, oder ob er notariell ausgenom-
men werden muß.
Ist die Gesetzgebung zu dem Ausspruche gelangt,
daß die Notarien zur Aufnahme eines jeden Akts befugt
sind, so würde für die Frage über die Legalität schon
viel gewonnen werden. — Zählt das Institut der No-
tarien wissenschaftlich gebildete und rechtschaffene Män-
ner, stehen diese in Hinsicht der Rechtlichkeit und Wis-
senschaftlichkeit mit den Richtern auf gleicher Stufe, so
ist kein Grund abzusehen, weshalb nicht die Ausdehnung
der Amtsbefugnjffe der Notarien erfolgen sollte. Ist es
doch nicht begreiflich, weshalb von einem Notar über
Verkauf eines Gutes von hundert tausend Thalern, nicht
aber über eine Bürgschaft einer Weibsperson über 10
Thaler, oder einer Vollmacht zur Hebung von 10 Tha-
lern auS dem Deposito der Akt ausgenommen werden
kann? °) — Weshalb soll der Richter Akte der freiwil-
*) Letztere« hat die Gesetzgebung jetzt schon eingeseben (§. 2
de« Uten Ges. vom 11. Zuli 1845). Erster«- noch nicht.

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