Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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bleibt, der aber auch von jenem den Nießbrauch gegen
Kaution und auf Grund eines Inventars behalt. 2»
Anholt erben die Verwandten des Verstorbenen das ein»
gebrachte Gut und die halbe Errungenschaft,
doch behält der überlebende Ehegatte gegen Kaution den
Nießbrauch. — Im Soestschen nimmt die Wittwe
ihr Eingebrachtes und Anerfallenes nebst Ehe,
bett und Trauring vorweg, und erhält dazu die Hälfte
von allem übrigen Vermögen, auch von den Illaten
des Mannes; der Mann gibt dagegen die Hälfte dcS
Eingebrachten und Anerfallenen seiner verstorbenen Frau
heraus und behält die andere Hälfte hiervon sowohl alS
das gesammte übrige Ehevermögen. Die Schulden,
welche die Frau eingrbracht, fallen ihrem Vermögen zur
Last, alle übrigen, sowohl die während der Ehe ent»
standenen, als die vom Manne eingebrachten, folgen
dem Vermögen deS Mannes; in subsickium haftet
das Vermögen des andern Ehegatten. — 2» Werden
erbt der Ueberlebende alles Gereide und die Hälfte deS
unbeweglichen Vermögens und von der andern Hälfte
den Nießbrauch; die Schulden, welche auf 2mmobilien
versichert, fallen dem 2mmvbiliarerben zur Last, so weit
sie durch die 2mmob,'lien gedeckt werden — alle übri-
gen dem Ueberlebenden, unbeschadet jedoch der Rechte-
der Gläubiger. — Im Tuisburgschen erbt der Ucber-
lebende ebenfalls alle fahrende Habe (wozu aber auch
blos erblich verliehene Grundgüter, Pfandschaften re.
gehören) — alles ungereide Vermögen aber, was. die
Ehegatten, zu eigen besessen, bleibt ihm zum Nießbrauch,
und außerdem fallen ihm davon die selbst eüigebrachten

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