Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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weit entfernt, sich in dieser Jsolirung zu gefalle», sin-
nen sie nur da» auf, durch Verträge oder sonst die große
Unbequemlichkeit dieser Rechtszwiespaltigkeit zu «beseitigen.
Was hier im Kleinen, bei einer Stadt, sich als so
wunderlich und unbequem dqpstcllt, gilt auch vom Gan-
zen, von dem Verhältnis der einzelnen Städsp, in ehe-
mals selbstständigen Herrschaften, zu der Provinz. 2«
der That, jene verschiedenartigen Recht« sind jetzt etwas
Schlimmeres, als „eine Wirkung ohne Ursache" — sie
schaden dem Verkehr, dem Kredit und stehen so über-
all dem Ansprüche der Gegenwart, daß nämlich die
Gesetze und Einrichtungen ihren Bedürfnissen und Anfor-
derungen entsprechen, entgegen.
Tics spricht auch der gutachtliche Bericht des Ober-
präsioiums der Provinz zu de« Landtagsverhandlungen
von 1837 aus.
Tie Tisbarmonie in den viele» Rechten der Pro-
vinz erzeugt darnach, wie auch der Ben'cht des Gehei-
men Obertribunals vom 20. März 1844 dqrthut, eine
Menge von Prozessen, und ist überhaupt, wie auch sehr
begreiflich ist, nichts weniger als beliebt im
Lande.
Man hört daher, wie es ferner in jenem Berichte
beißt, in den einsichtsvolleren Klassen der Einwohner-
schaft der Provinz immer mehr das Verlangen laut
werden, daß dem Wirrwar ein Ende gemacht und das
Allg. Landrecht mit Beibehaltung und näherer Bestim-
mung der unentbehrlich scheinenden pxoyiuzialrechtiichen
Grundsätze als alleiniges Gesetz eingefübrt oder viel-
mehr wieder festgestellt werde, nicht blps vom patrioti«

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