Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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niffcs verrückte sich indeß allmählig, wie aus Folgenden,
hervorgeh^.
Am 3. Okt. 1730 requirirte Adolf von Siegen
den Notar Jskem'us dabin: Der Zehnte in der Helme-
ringhanser Feldmark, von Allem, was zu den dortigen
H-usstätten gehöre und zu dem Helmeringbauser Schatz-
kontingent kontribm're, stehe dem Hause Gevelinghausen
zu und sei von diesem auch immer genossen worden.
Da nun, dem entgegen, der Rentmeister Frcusberg
auf dem Hause Schellenstein — dessen Besitzer, v. Bra-
deck, unterdeß Zehntherr zu Bigge geworden war —
von KöllerS Lande auf der Welle, welches zum Hel-
meringhauser Schatzkvntingent kontribuire und zu Rem-
bert Jordans Gut gehöre, den Zehnten ausgenommen,
so wolle er gegen diese Eigenthat protestiren und solche
Protestation dem Freusberg mitzutheilen bitten. Letz-
teres geschah an demselben Tage.
In dem vorstehenden Falle war der Zehntherr von
Helmeringhauscn insofern in vollem Rechte, als er den
Zehnten von dem Acker prätendirte, weil er in dem
ibm pflichtigen Helmeringhauser Distrikte gelegen war.
Er vergriff sich aber dadurch in dem Mittel zur Ver-
folgung seines Rechts, daß er den Rentmeister des Guts
Sckellenstein dafür ansab, weil dieser den Acker ge,
zehnter hatte. Er hätte sich lediglich an dem pflichti-
gen Grundstücke hakten und dessen Besitzer oder Benutzer
überlasse» müsse», den Rentmeister zu belangen, wenn
letzter ihn unbefugter Weise zehnlete. Wahrscheinlich
that es dieser, weil der Bebauer des Ackers ein Schcl-
lenstein'schcr Zchntpflichtiger war, und der von Siegen

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