Full text: Volume (Jg. 11 (1845))

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nahe eben so sinnreichen Schildknappen Sancho^Panza
gelesen haben, ist es vielleicht dem Einen oder Andern
ausgefallen, daß der letzter^, im Verlaufe der Geschichte
ganz allmälig und wie von selbst immer mehr an Ver-
stand und Weisheit, besonders aber an Sprüchwörtern,
zunimmt. Daß dieses mst seiner Eelangung zur Guber-
natorschaft den Gipfel erreicht und er sogar gleich nach
seinem Regierungs-Antritt in der richterlichen Praris
nichts Gewöhnliches leistet, erklärt sich zur Genüge aus
den von Saucho für seine Qualifikation angeführten
Sprüchwörtern und aus einem andern, nicht minder
treffenden, jedermann bekannte,r und geläufigen, von

rer Preußischen Juristen mit ihren knappen Gehaltern
sehen. Der Verfasser — seinen Commilitonen ron Bonn
aus den Jahren ,8l9, 1820 als Fürst von Thoren
genügend bekannt — konnte von seinem Gehalte, unge-
achtet eines höchst nüchternen, sparsamen, durchaus häus-
lichen Lebens für seine nachgelassene Familie nichts er-
übrigen , er hat seine Wittwe — der erst nach JabreS-
frist ein Wiltwengehalt von 125 Tblrn. wird — und
fünf Kinder in der bittersten Roth zurückgelasse». Cr
starb an der Luftköhrenschwindsucht, er hatte sich von
Siegen nach Wetzlar, deS bessern Klima'S wegen, ver-
sehen lassen, allein er unterlag dort seinem Geschick.
Wir schreiben diese Zeilen nicht ohne Zweck. Wir
glauben, daß mancher unserer Leser das Bedürsniß in
sich empfinde, in einem so dringenden Nothstande nach
seinen Kräften zu helfen. Die Redaktion und die Erpe-
dition sind zur Annahme von Unterstützung — Beiträge»
sehr bereit.
Sommer.
7

XI. Jahre. 1« H.n.

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