Full text: Volume (Bd. 38 = 2.F. 2 (1898))

6. Der Umfang des Gegenstandes des Grundeigenthums und die befugte Einwirkung nach dem B.G.B.

III.
Der Umfang des Gegenstandes des Grund-
eigcnthums nnd die befugte Einwirkung nach
dem B.G.B.
Von Amtsrichter a. D. Monich in Schwerin.
I.
Das B.G.B. hat — und das wird seinen Verfassern zu
bleibendem Ruhme gereichen — namentlich auf dem Gebiete
des Immobiliarsachenrechts sich fern gehalten von einer gesetz-
lichen Fixirung unausgetragener Neuerungen einerseits und
juristischer Theorien andererseits. Es hat dagegen auch hier
den Anforderungen, welche Sittlichkeit und Sitte, sowie das
wirthschaftliche Wohl des Volkes an das Rechtsleben und den
Rechtsverkehr stellen, vollauf Rechnung getragen. Es ist so
eine zugleich sichere und ausdehnbare Grundlage für die
weitere Rcchtsentwickelung geschaffen.
Leider müssen wir allerdings dieses Lob in Bezug auf
einen Punkt einschränken. Der Gesetzgeber hat es für ange-
zeigt gehalten, das sogenannte Märchen von der Luftsäule im
ersten Satz des § 905 gesetzlich zu fixiren, glücklicherweise aller-
dings nicht ohne im zweiten Satz diesem theoretischen Dogma
seine hauptsächlichste praktische Spitze abzubrechen. Man fragt
sich unwillkürlich: war es dann nicht besser, von jener gesetz-
' lichen Fixirung eines dem Volksbewußtsein so fremden, in

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