Full text: Volume (Bd. 68 = 2.F. 32 (1919))

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v. Schwind,

bei dem Hypothekargläubiger vorhanden gewesen sein. All
diese Argumente hängen aber mit der Eigentümerhypothek
und Eigentümergrundschuld zusammen.
Auf die ganze Frage der Eigentümergrundschuld weche
ich später noch zurückkommen und dabei auch die Frage
erörtern, ob diese und die gewöhnliche Grundschuld schlechthin
auf eine Linie gestellt werden können. Den späteren Aus--
führungen vorgreifend und auf meine älteren Bemerkungen
und Anschauungen*) verweisend, möchte ich hier nur kurz
bemerken, daß mir die größten Bedenken dagegen zu bestehen
scheinen, für die uns befassenden kriüschen Fragen insoweit
Uebereinstimmung anzunehmen, daß man das für die Eigen-
tümergrundschuld gewonnene Ergebnis schlechthin auf die
normalen Grundschulden übertragen dürfe. Dadurch, daß
die Grundschuld zur Eigentümergrundschuld wird, daß die
Hypothek sich in eine Eigentümergrundschuld „verwandelt",
treten eben Veränderungen ein, die meines Erachtens zum
mindesten nicht unbeachtet bleiben dürfen1 2 3 4).
So erübrigt zunächst noch die Begründung aus dem
Gesetze. Gewiß mit vollem Rechte hat seinerzeit Punt-
schart darauf hingewiesen, daß das deutsche Bürgerliche
Gesetzbuch in seinen Bestimmungen vom Schuldner völlig
abstrahiere8); ebenso zutreffend ist v. Schwerins Be-
merkung: das Gesetz spricht mit keinem Worte von einem
Schuldner, immer nur vom Gläubigers.
Was nun die Gesetzessprache anlangt, so hat Schrei-
ber gewiß recht, wenn er in ausführlicher Begründung dar-
tut, daß man nur aus dem Inhalte, nicht aus dem Ausdrucks

1) Wesen und Inhalt des Pfandrechts S. 142 ff.
2) Siehe darüber unten in Abschnitt VII.
3) Grundschuldbegriff S. 116.
4) a. a. O. 17.

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