Full text: Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts (Bd. 41 = 2.F. 5 (1900))

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Victor Ehrenberg, Lebensversicherungsrecht.

täuschen lassen oder nicht, eventuell davon, ob der Versicherte
die Fälligkeit der Versicherungssumme noch selber erlebt oder
nicht, unter Umständen also davon, daß er sich nicht selber
umbringt!
Nach meinen Vorschlägen dagegen — die wesentlich das
realisiren wollen, was in England schon Rechtens ist — hat
der Versicherte die Wahl, ob er seine Hinterbliebenen absolut
sicherstellen oder ob er sich selber die Verfügung über die bei
seiner Lebensversicherungsgesellschaft aufgespeicherten Ersparnisse
Vorbehalten will. Die Gläubiger wissen dann genau, woran
sie sind. Im ersten Falle wissen sie, daß sie auf Befriedigung
aus dem Versicherungsanspruch nicht zu rechnen haben und
nur ein unerwarteter Zufall (Tod von Frau und sämmtlichen
Kindern des Versicherten) kann ihnen doch noch diese Chance
zuwenden; im zweiten Falle dagegen kann ihnen das Recht
auf Befriedigung aus dem Versicherungsanspruch in keiner
Weise, auch nicht durch den Tod des Versicherten, verkümmert
werden.

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