Full text: Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts (Bd. 62 = 2.F. 26 (1913))

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Leo Sternberg,

übrigen in den §§ 1120—1130 bezeichnten Gegenstände —
hypothekarischer Natur, und es kann nicht eingesehen werden,
inwiefern durch die Vorschrift der §§ 1128, 1129 an der
hypothekarischen Natur des an der Versicherungsforderung be-
stehenden Rechtes des Hypothekengläubigers etwas geändert
sein soll. Wenn demnach der zuletzt erwähnte Surrogaüons-
fall nicht für die von Strohal vertretene Ansicht verwertet
werden kann, so muß doch durch die anderen von Stroh al
herangezogenen Surrogationsfälle seine Behauptung als er-
wiesen gelten, daß allein aus der Surrogation das Fort-
bestehen der Hypothek als solcher am Versteigerungserlöse
nicht hergeleitet werden könne. Trotzdem ist die Ansicht auf-
recht zu erhalten, daß die Hypothek als solche an dem Ver-
steigerunggerlöse fortbestehe; denn zur Surrogation tritt noch
ein Umstand hinzu, der in Verbindung mit der Surrogation
das Fortbestehen der ausgebotenen Hypothek nach dem Zu-
schlag in unveränderter Beschaffenheit rechtfertigt. Stroh al
(a. a. O. 161) deutet selbst auf diesen Umstand hin, wenn
er ausführt, daß in jedem einzelnen Falle der Surrogation
aus dem Wesen der Sache heraus enffchieden werden
müsse, inwieweit das Recht am Surrogate denselben Grund-
sätzen unterliege, die für das auf das Surrogat übergeleitete
Recht vor der Surrogation gegolten hätten.
Von dem Wesen der Sache oder — deutlicher ausgedrückt
— von der Art des im einzelnen Surrogationsfall in Betracht
kommenden Rechtes und des Surrogats, auf welches das Recht
übergeleitet wird, hängt es ab, ob die Surrogation eine Ver-
änderung in der Beschaffenheit des übergeleiteten Rechtes zur
Folge hat oder nicht; denn das übergeleitete Recht kann nur
dann in seiner ursprünglichen Beschaffenheit an dem Surrogate
bestehen bleiben, wenn es seiner besonderen Natur nach auch
an einem Gegenstände von der Art des Surrogats bestehen

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