Full text: Volume (Bd. 62 = 2.F. 26 (1913))

Fragen der Besitzlehre.

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geht und die erst gegen Ende der klassischen Periode als ab-
geschlossen bezeichnet werden fcrntt1 2).
Soll also Eigentum durch eon8titutuin possessorium
übertragen werden, dann handelt es sich zunächst um die un-
mittelbare Wirksamkeit des Konstituts, d. h. darum, ob der
Besitz übergegangen ist oder nicht. Dabei aber kommt es nicht
auf die Frage der Gültigkeit der eausa traättionis, sondern
auf die der Gültigkeit der causa äotontionis an 2).
Anhang I
(zu S. 6 Anm. 5.)
Die Rechtsbesitztheorie Krückmanns.
Seine Theorie hat Krückmann zuerst in einer seiner Ab-
handlungen über die Unmöglichkeitslehre vertreten 3) und dann
in einer dieser Theorie ausschließlich gewidmeten Abhandlung
näher ausgeführt 4). Doch will er hierin in manchem noch
nicht das letzte Wort gesprochen haben, wie er in der letzt-
erwähnten Abhandlung wiederholt andeutet.
Die Rechtsbesitztheorie bezeichnet Krückmann als ver-
wandt mit dem Rechtsscheinproblem. Sie ist aus den Er-
örterungen über den Rechtsschein hervorgegangen, an denen
auch Krückmann umfangreichen Anteil hat, und lehnt sich
insbesondere an die Rechtsscheinforschungen Naendrups
an. Doch hat sie damit nicht bloß den Ausgangspunkt ge-

1) Siehe oben S. 193 f. und die daselbst angeführten Quellen-
stellen.
2) A. M. scheint Roh de, Studien im Besitzrecht Abschnitt XIX
S. 34 zu sein.
3) Krückmann, Nachlese zur Unmöglichkeitslehre, inJheringsJ.
57, 109 ff., insbes. 122 ff.
4) Krückmann, Sachbesitz, Rechtsbesitz, Rechtsschein in der
Theorie des Gemeinen Rechts, im ArchCivPrax. 108, 179 ff.

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