Full text: Volume (Bd. 5 (1871))

340 Johow: Zur Lehre von den Rechten des PfandgläubigerS re.
dem Nießbraucher gehörigen Früchte nicht angreifen, ist umgekehrt
die Hypothek älter, so kann der Gläubiger nicht durch Einräumung des
Nießbrauches, bei welchem nicht wie bei der Pacht ein Geldäquivalent
an Stelle der Frucht sich dem Gläubiger als Befriedigungsobjekt dar-
bketet, an seiner Sicherheit Einbuße erleiden. Da diese Unterscheidung
aber in der Natur der einander beschränkenden dinglichen Rechte liegt,
so erscheint es nicht erforderlich, ihr im Gesetze besonderen Ausdruck zu
geben, was ohnehin nur in einem langathmigen Satze geschehen könnte.
Es wird daher genügen, nur die dem Pächter gehörigen Früchte aus-
zunehmen.
Nach alledem würde der Zusatz unseres Erachtens dahin zu
fassen sein:
die abgesonderten, zur Zeit der Beschlagnahme noch unveräußer-
ten Früchte, sofern sie nicht von einem Pächter des Grundstücks
geerntet sind.

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