Full text: Volume (Bd. 5 (1871))

5. Literatur

5.1. Gareis, Karl, Dr., Privatdozent an der Hochschule zu Würzburg, Das Stellen zur Disposition nach modernem Deutschen Handelsrecht. Habilitationsschrift. Würzburg 1870. A. Stuber's Buchhandlung. VI. 179 S.

Literatur.

1.
Gareis, Karl, I)r., Privatdozent an der Hochschule zu Würzburg, das
Stelle» zur Disposition nach modernem Deutschen Handelsrecht.
Habilitationsschrift. Würzburg 1870. A. Stuber's Buchhandlung
VI. 179 S.
Die kleine Monographie behandelt die Lehre von der Dispositionsstellung
bestellter und bestellungswidriger, sowie unbestellter nicht acceptirter Waare;
eine erschöpfende Darstellung der praktisch sehr wichtigen an Art. 346—350
des Allg. D. H.-G.-B. sich knüpfenden Probleme fehlte bisher; der Verfasser
' hat sich zur Aufgabe gestellt, „einen fruchtbaren dogmatischen Grundgedanken
hierfür ausfindig zu machen, zu begründen, in allen Punkten durchzuführen,
die Konsequenzen, sowie die nothwendige systematische Einreihung der Dis-
positionsstellung daraus zu entwickeln." p. IV. Diese Aufgabe hat der
Vers, glücklich gelöst; war freilich die „Auffindung" jenes dogmatischen Grund-
gedankens nicht eben eine besonders schwierige Leistung, — die D.-St. be-
stellter Maare ist sehr einfach Weigerung, in der vorliegenden Waare die ge-
hörige Erfüllung eines früher abgeschlossenen Vertrages zu erblicken, die D.-
St. unbestellt zugesendeter Waare Ablehnung einer Offerte — so liegt das
Verdienst der Schrift darin, mit sehr fleißiger Benutzung des aus der Praxis
umfaffend zusammengetragenen Materials von dem richtig gewonnenen Een-
trum aus nach allen Seiten der Peripherie zahlreiche Radien richtig gezogen
und die bisher aufgetauchten Fragen fast ohne Ausnahme zutreffend entschieden
zu haben. Das I. Capitel behandelt Wesen und Arten, das II. die tat-
sächlichen Voraussetzungen der rechtswirksamen D.-St. bei bestellten und
unbestellten Waaren, das III. das Stellen zur D. und zwar die betheiligten
Subjekte und die einzelnen in Betracht kommenden Handlungen (die Abnahme,
die Untersuchung, die Anzeige, die Feststellung, die Aufbewahrung und wei-
tere Behandlung des D.-Gutes), das IV. die Rechtsfolgen der vorgenom-
menen (dingliche, obligatorische, prozessuale Rechtsverhältnisse) und der unter-
lassenen D.-St. sowie die Ausnahmen von diesen Regeln bei Betrug, bei
unbestellten Waaren, im Viehhandel und bei theilbaren Lieferungen.
Wir heben nur Einzelnes hervor. Unklar scheint p. 2 der Ausdruck
„das Dasein des Konsenses, oder das Dasein alles dessen, was dem Kon-
sense entspricht;" daß bei D.-St. unbestellter Waare der Grund die man-
gelnde Bestellung sei, p. 6, ist nicht genau; ganz die gleiche unbestellt

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