Full text: Volume (Bd. 51 = 2.F. 15 (1907))

48 Wege,
Aufhebung erleidet, z. B. auf Antrag gelöscht wird, § 880
Abs. 4 BGB.),
e) wenn es sich als nicht rechtsbeständig erweist und so
wegfällt (ein Rechtssatz, der sich unzweifelhaft aus der Not-
wendigkeit des Schutzes der Zwischengläubiger nach § 880
Abs. 5 BGB. ergibt).
Die Rangänderung ist also naturgemäß ihrem Umfange
nach begrenzt durch den Umfang und Betrag des zurücktretenden
Rechts und den des vortretenden Rechts — Fälle a und c —,
sowie resolutiv bedingt durch die Aufhebung des vortretenden
Rechts — Fall b — und die gesetzliche Aufhebung des zurück-
tretenden Rechts — Fall d — und endlich suspensiv bedingt
durch die Rechtsbeständigkeit des letzteren — Fall e.
Das wird in der Literatur allgemein anerkannt, wenn
auch nicht überall mit der nötigen Schärfe hervorgehoben;
vergl. Fuchs, a. a. O. S. 98, 99, mit abweichender Ansicht
zu e; Crome, a. a. O.138; Planck, BGB. 1906,3, 106;
Fischer und Schäfer, Zwangsvollstreckung in das unbeweg-
liche Vermögen 1902, 194; Oberneck, a. a. O. 285;
Gierte, a. a. O. § 323.
Wirkungen.
Nachdem wir so das W e s e n der Rangänderung bestimmt
und umgrenzt haben, sind wir in der Lage, ihre Wirkungen
festzulegen, über welche das BGB. keine ausdrücklichen Vor-
schriften enthält.
X. Wir erörtern zunächst den eingangs erwähnten Fall des
Vortretens mehrerer Posten im Range.
Wir setzen im
Fall 1 voraus, daß die Post A mit 10000 M. den
Posten C und D mit je 10 000 M. den Vorrang in einer
Urkunde ohne weitere Bemerkung über deren Verhältnis zu-

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