Full text: Volume (Bd. 51 = 2.F. 15 (1907))

Verhältnis ihrem Range nach vor- oder zurücktretender Posten. 47
eigenen Platze. Nur ihre Befriedigungsmacht kann sie kraft
der Rangänderung an der Stelle der anderen Post geltend
machen; vergl. auch Jäckel, a. a. O. 176; Predari,
a. a. O. 604.
Damit ist das Wesen der Rangänderung erschöpft. Im
Interesse des Verständnisses der nachstehenden Erörterungen
ist nur noch auf einige Eigentümlichkeiten aufmerksam zu
machen, welche sich aus der rechtlichen Natur der Rangände-
rung und den einschlägigen Gesetzesbestimmungen ergeben.
Die zurücktretende Post — A — räumt bei dem
Rangwechsel nicht unter allen Umständen ihre alte Stelle.
Sie kann dort Befriedigung finden in 2 Fällen:
a) wenn ihr Betrag größer ist — 10000 M. — als der
des vortretenden Rechts — D, 5000 M. —, so daß für sie
noch Platz übrig bleibt, nachdem I) befriedigt worden ist,
b) wenn das im Rang vorgetretene Recht des D aus
irgend einem Grunde aufgehoben wird, z. B. zur Löschung
kommt, weil es anderweitige Sicherung erhalten hat, so daß
A wieder an seine alte Stelle rücken kann (bei einem eigent-
lichen Stellentausch wäre das ausgeschlossen).
Andererseits verläßt auch die im Range vortretende
Post — D — nicht unter allen Umständen ihren alten Platz.
Sie findet dort Befriedigung in 3 Fällen:
e) wenn ihr Betrag größer ist — 10000 M. — als der
der des zurücktretenden Rechts — A, 5000 M. —, so daß
letztere zu seiner Befriedigung nicht ausreichen,
ä) wenn, wovon schon oben die Rede gewesen ist, das
zurückgetretene Recht, an dessen Stelle sie sich befriedigen wollte,
kraft Gesetzes aufgehoben wird, z. B. wenn das im Rang zu-
rückgetretene Nießbrauchsrecht durch den Tod des Nießbrauchers
in Wegfall kommt (anders, wenn es eine rechtsgeschäftliche

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