Full text: Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts (Bd. 51 = 2.F. 15 (1907))

Eigentumsvorbehalt an Maschinen.

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Gegenstände, die weder Bestandteile noch Pertinenzen in engerem
Sinne sind, z. B. die statuae quae alias existant und die
tabulae parietibus adfixae, welche nach der ausdrücklichen
Bestimmung der 1. 245 D. 50, 16 weder Bestandteile noch
Pertinenzen des Hauses sind, ornatus enim aedium causa
parantur, non quo aedes perficiantur. Wenn daher in 1. 21
und 26 v. 33, 7 die molae olivariae, quae adfixae inaedi-
ficataeque sunt fundo, und die dolia, quibus terra adgesta
est, als partes resp. res aedium bezeichnet werden, so geht
daraus weder hervor, daß diese Dinge Bestandteile, noch daß
sie Pertinenzen sind, sondern nur, daß sie so verbunden sind,
ut non alias praestari possint, quam ut aedibus detra-
hantur vel subducantur im Sinne des 8ct. von 122. Daß
die dolio defossa in der Tat beides nicht sind, geht aus 1. 17
v. 19, 1 hervor, wo die vasa vinaria torcularia defossa
ebenfalls nicht als Pertinenzen angesehen werden, quoniam
instrumenti magis sunt, etiamsi aedificio cohaerent.
Wir sehen also, die angeführten Stellen geben uns wegen
der vielseitigen Bedeutung des Wortes pars keinen Aufschluß
darüber, welcher Art die Verbindung sein muß, damit das
Verbundene als Inädifikation und damit als Bestandteil des
Gebäudes erscheint; und dennoch ist unsere Mühe nicht ver-
gebens gewesen.
Die angeführten Stellen sagen uns nämlich zweierlei:
erstens, daß die Römer Fälle baulicher Verbindung von
Mobilien mit einem Gebäude kannten, auf die sie keineswegs
das Trennungsverbot oder die Regel omne, quod inaedificatur,
solo cedit, zur Anwendung brachten ; denn wenn die fistulae
sub terram missae, vor allem aber die sigilla, columnae,
die Wasserspeier und die crustae marmoreae nur im Zweifel
als mitverkauft gelten, so können sie auch ausgenommen und
ebenso wie die columna, von der die Quellen solcher aus-
drücklich berichten, event. evinziert werden; es kann sich also

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