Full text: Volume (Bd. 51 = 2.F. 15 (1907))

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Hans Albrecht Fischer,

Hier wird also erklärt, daß die Voraussetzungen des
§ 243 gegeben sind, sobald die Gefahr auf den Gläubiger
übergeht. Und dann heißt es in der Erläuterung Nr. 3 zu
§ 300:
„Der § 300 Abs. 2 enthält eine Konsequenz (sie!) des
im § 243 Abs. 2 ausgesprochenen Grundsatzes, dient aber
zugleich zur Erläuterung desselben."
Ebenso sind die folgenden Ausführungen des Stau-
dingerschen Kommentars2 Bd. 2 (Kuhlendeck) zu be-
urteilen. Vergl. einerseits S. 15 (Erl. 5a«):
„Stets tritt Konzentration ein, sobald der Schuldner dem
Gläubiger die Sachen in einer Weise angeboten hat, daß der
letztere durch Nichtannahme in Verzug gerät (§8 293, 294,
300 Abs. 2); unter Umständen aber schon in einem früheren
Zeitpunkte, z. B. im Falle des § 447 schon dann, wenn der
Verkäufer die verkaufte Sache dem Spediteur, dem Fracht-
führer oder der sonst zur Ausführung der Versendung be-
stimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat, da im letzteren
Falle der Schuldner schon mit der Auslieferung das zur Be-
wirkung der Leistung Erforderliche getan hat."
Und dazu S. 120: „Da nun nach 8 243 Abs. 2 mit
dem Zeitpunkte, in welchem der Schuldner das zur Leistung
seinerseits Erforderliche getan hat, die Gattungsschuld sich in
eine Speziesschuld verwandelt, so spricht 8 3OO Abs. 2 nur
eine selbstverständliche Folgerung (!) der 88 275 und 243
aus. Denn der Schuldner, welcher dem Gläubiger die zur
Erfüllung bestimmte Sache in solcher Weise anbietet, daß der
Gläubiger durch deren Nichtannahme in Verzug gerät, hat das
zur Leistung seinerseits Erforderliche getan."
Neumann, Handausgabe des BGB.4 Bd. 1 8 243
Note 2 b: „Schon vor der Erfüllung hat — entsprechend der
Regelung des Gefahrüberganges — der Schuldner das zur

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