Volltext: Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts (Bd. 47 = 2.F. 11 (1904))

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Kuttner,

überall mit Stillschweigen übergangen ist, so daß mit der all-
gemeinen Beseitigung des römischen Konkubinats auch jenes
auf Konkubinenkinder beschränkte Verbot als gegenstandslos in
Wegfall kommen mußte.
Für die allgemeine Zulässigkeit der Adoption unehelicher
Kinder durch den Vater sind eingetreten: Thibaut33),
Schmitt3^), v. Buchholtz33), Müh len bruchi), Heim-
bach 37), Falck38), Roth33), Dernburg^o) 41).
Insbesondere hat die gemeinrechtliche Praxis in neuerer
Zeit sich mehr und mehr für die Zulässigkeit entschieden.
Stölzel^) teilt ein Preußisches Ministerialreskript vom
15. Oktober 1803 und eine Allerhöchste Order vom 17. Sep-
tember 1846 mit, die beide für das Gebiet des Gemeinen
Rechts die Adoption des unehelichen Kindes durch den Vater
für statthaft erklären.
Auf demselben Standpunkt stehen: der Bescheid des
Oberappellationsgerichts zu Rostock^3) vom 24. Juli 1851,

33) Thibaut, System des Pandektenrechts, Bd. 2 (9. Aufl., 1846)
§ 770 zwischen Note b) und c), § 777 bei Note z).
34) Schmitt, Die Lehre von der Adoption (1825), S. 34 Note ***.
35) v. Buchholtz, Juristische Abhandlungen aus dem Gebiete des
heutigen Römischen Rechts (1833), S. 212 Note 20.
36) Mühlenbruch, Lehrbuch des Pandektenrechts, Bd. 3 (4. Aufl-,
1844) § 552 Note 9, § 556 Note 2, 8 557 Note 4.
37) Weiskes Rechtslexikon, Bd. 1 (1839) S. 161.
38) Falck, Handbuch des Schleswig-Holsteinischen Privatrechts, Bd. 5
(1848) S. 43 bei Note 8.
39) Roth, System des deutschen Privatrechts, Bd. 2 (1881) 8 154
Note 16.
40) Dernburg, Pandekten, Bd. 3 (6. Aufl., 1901) 8 30 Note 15.
41) Ebenso für das Württembergische Privatrecht: Reyscher, Das
gemeine und württembergische Privatrecht, Bd. 3 (1848) § 611 Note 5.
42) Stölzel, Das Recht der väterlichen Gewalt in Preußen (1875),
S. 14, 15.
43) Seufferts Archiv, Bd. 19 Nr. 159.

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