Full text: Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts (Bd. 45 = 2.F. 9 (1903))

500 Lippmann, Die Session rechtshängiger Klageansprüche.
auch den Gegenkontrahenten, niemals aber den dritten Eigen-
thümer, hier den Cessionar, soweit nicht auch hier die all-
gemeinen Grundsätze vom Erwerb in gutem Glauben eine
Ausnahme bedingen. 5) Ist das dem Cedenten günstige Ur-
theil in irgend welcher Form vollstreckungsfähig, so ist es dies
materiell-rechtlich allein für den Cessionar. Dieser allein bleibt
auch eventuell für die Restitution des Erhaltenen im Restitu-
tionsverfahren verhaftet87).
87) Noch eins bliebe kurz zu erwähnen. Man könnte meiner Theorie
den Vorwurf machen, daß sie auö einem Prozesse zwei mache (vergl.
Köhler, a. a. O. S. US). Aber auch die Eccius-Kohler'sche
Theorie kommt um diese Nothwendigkeit nicht herum, eine Nothwendigkeit
natürlich bloß in dem Falle einer nicht anerkannten Session. Kommt nicht
auch ein doppelter Prozeß zu Wege, wenn der Cessionar gegen den Cedenten,
der das Urtheil hat vollstrecken lassen, Regreß nehmen muß? Und wenn
doppelte Prozesse, freilich auch doppelte Kosten eventuell für den Schuldner.
Aber darin liegt keine Beschwerniß desselben. Hätte er, wie er sollte,
schon vor der Session an den Sedenten gezahlt, so wäre er überhaupt von
jeder Kostenlast befreit geblieben.

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