Full text: Volume (Bd. 3 (1862))

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5. Die rechtlichen Folgen von

Dies Erkenntniß wurde, ungeachtet beklagtischer dagegen
ergriffener Berufung, am 20. Mai 1858 von der ersten
Kammer des Handelsgerichts bestätigt.
4. Meyerkort Sc Gloystein, in Bremen, gegen
Th. Schmidt.
M. Sc G. in Bremen traten im Jahre 1858 gegen
Th. S. in Hamburg mit einer Klage aus einem von dem
letzteren geleisteten Accept auf.*) — Der Wechsel, dessen
Belauf von Bco.I 5000 nebst Ricambiokosten sie einklagten,
war von ihnen auf den Beklagten gezogen und von diesem
aceeptirt worden. In Folge temporairer Zahlungs-Einstellung
zu Ende des Jahres 1857 hatte der Beklagte den Wechsel
bei Verfall nicht einlösen können, und in Folge dessen war
dieser im Wege des Regresses auf die Kläger, als Trassanten,
zurückgekommen.
Das auf dem Wechsel befindliche Accept des Beklagten,
war, als die Kläger beim Handelsgerichte austraten, durch-
strichen. Sie gaben hierüber in der Klage Folgendes an.
Sie hätten den Wechsel für Rechnung eines Dritten, nämlich
für diejenige eines Gothenburger Hauses H. 'Sc M., auf den
Beklagten gezogen. Nachdem der Wechsel mit Protest auf
ste zurückgekommen gewesen sei, hätten sie den Versuch gemacht,
von H. Sc M. Befriedigung zu erlangen. In Folge der
hierüber gefiogenen Verhandlungen hätten sie den Wechsel
nach Gothenburg geschickt. Als sie ihn später von dort zurück-
erhalten, sei das Accept getilgt gewesen; ein Umstand, welcher,
La die Streichung ohne ihre, der Kläger, Erlaubniß oder
Genehmigung geschehen sei, ihren Rechten keinen Eintrag
thun könne. — Die Kläger legten hiebei ein an ste gerichtetes

*) Der obige Fall ist ausführlich und unter vollständigem Abdruck
der erfolgten Erkenntnisse mitgetheilt in den Hamburger
Nachrichtenxvon 1858, No. 170 und 218, und von 1859
No. 86, resp. in den Beilagen.

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