Full text: Volume (Bd. 3 (1862))

Durchstreichungen auf Wechseln.

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des § 21 der Allg. D. W.-O. aber die einmal geschehene
Annahme eines Wechsels nicht wieder zurückgenommen,
mithin auch nicht dadurch wirkungslos gemacht werden
kann, daß der Bezogene sie demnächst durchstreicht,
Brauer, Allgem. D. W.-O., 2. Aust., S. 66.
(Liebe), die Allgem. D. W.-O., mit Einleitung
und Erläuterungen. Leipzig 1848. S. 94 ff;
da ferner der Umstand, daß sich auf der Vorderseite
des vorliegenden Wechsels zweimal das Wort Copie befindet,
nach einmal erfolgtem Accepte
(Liebe), a. a. O. S. 93.
auch dann hier ohne alle Relevanz sein würde, wenn der
Wechsel — wie dem Anscheine nach nicht einmal der Fall —
wirklich nur Copie wäre,
daß Beklagter den fraglichen Wechsel sofort — sub
poena executionis auf dessen Betrag von 1000,
abzüglich des bis zum 26. dieses Mouats, als denl
Verfalltage, zu berechnenden Disconto — neuerdings
gehörig zu acceptiren schuldig. Auch hat der Beklagte
die Prozeß- und Protestkosten dem Kläger zu ersetzen.
Der Beklagte appellirte hiegegen an das Obergericht,
doch wurde von demselben am 21. Novbr. 1851 das Er-
kenntniß der ersten Instanz bestätigt.
v
2. De Chapeaurouge Sc Comp. c. Suhr Gebrüder.
Die Kläger waren Inhaber eines aus Frankreich auf die
Beklagten gezogenen und von diesen acceptirten, aus Francs
lautenden Wechsels. Sie schickten denselben bei Verfall den
Beklagten zum Abschreiben zu. Diese zahlten den Wechsel-
belauf nur zum kurzen Course"). Die Kläger wollten sich dies
t
*) Der kurze Cours ist dem Zahlenden vorteilhaft oder unvortheil-
haft, je nachdem die einheimische oder die fremde Valuta
der Preisnotirung zu Grunde gelegt wird. Ersteres findet in
Hamburg (unter anderen) beim französischen, letzteres beim englischen

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