Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

. 62 --V-
forderlich sei), hält jedoch das Regiment solches nichs
für nothwcndig, und im Gegentheik das von dem
Commandeur vollzogene Attest für hinreichend, im
dem wie bekannt, nur der Oberst als Commandeur alle
gerichtliche Aktus zu ihrer Gültigkeit vollziehen dürfe.
So wenig wir nun dieses bezweifeln, so halten wir
indessen dennoch das Verlangen des Stadtgerichts für
rechtlich, da das geforderte Attest gar kein gerichtliches
ist, sondern zur Bescheinigung der dem Accquirenten
von der Militair-Behörde gegebenen Erlaubniß, sich
der Civil-'Obrigkeit, in so weit dies zur Akquisition
eines Grundstücks erforderlich, unterwerfen zu kön-
neu dient, und daher nnserm Ermessen nach, allein
von dem General als Chef des Regiments ausgestellt
werden kann, da dies die Worte des Gesetzes verlan-
gen, und der General und Chef auch nur eine solche
Erlaubniß ertheilen kann, so wie bey Abschieden, wel-
che unsers Wissens jederzeit der General des Regi-
ments vollzieht.
Im vorliegenden Falle glauben wir zwar, das
von dem Obersten vollzogene Attest für hinreichend
annehmen zu können, da auf die von dem Stadtge-
richt, dem Regimcntsgerichte gemachte Vorstellung zu-
gleich angezcigt ist, der General des Regiments sey
abwesend; da jedoch dergleichen Falle öfter Vorkom-
men, und oft- zu weitläuftigcn Correspondenzen zwi-
schen Militair - und Civil-Behörden Veranlassung, ge-
ben können; so sehen wir uns veranlaßt, Ew. König!.
Majestät von dem Vorfall Anzeige zu machen, und

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer