Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

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tarions-Falle Anwendung finden, da in der Folge
§. 251. dies. Tik. verordnet ist:
Auch nach aufgehobener väterlichen Gewalt
sind Kinder und Eltern einander wechselseitig
zu untersiützen, und eins das andere, wenn cs
sich selbst nicht ernähren kann, mit Unterhalt
zu versehen schuldig. -
Hier ist die Regel klar enthalten, daß Eltern
die Kinder, welche sich nicht selbst ernähren können,
mit Unterhalt zn versorgen schuldig seyn; die Aus»
nähme davon besieht nach dem folgenden $. 253.
nur darin, daß, wenn die Kinder durch ihre Schuld
hülfsbcdürfrig geworden sind, sie mit dem blos noch-
dürftigen Unterhalte, statt des im 252. festge-
setzten anständigen, sich begnügen müsse»; die Ver-
ordnung des §. 129. dies. Tit. bestätigt es, daß ohne
allen Unterschied der Fälle den hülssbcdürftigen Kin-
dern, wenigstens das nothdürftigsic zum Unterhalte
äus den Mitteln der Eltern zukvmmc, und im ztcn
Titel Th. 2. des Allg. L. R. ist 15. die Ver-
pflichtung der Geschwister ersten Grades zur Ncichuug
des nothdürftigen Unterhalts an ihre zur Selbsier-
nährung ganz unfähige Geschwister ohne Ausnahme
festgesetzt, weil eine solche bey den blos nothdürfkig-
sten Alimenten nicht statt finden kann. ■ ,
In dem zum Eingänge erwähnten Berichte
wird zwar noch eingewendct, daß die Vorschrift
des Allg. L. R. Th. 2. Tit. 2. §. 253. noch keine
Gesetzeskraft habe, weil nach gemeinen Rechten die
Leistung der Alimente in natt.ua von deren Bezah

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