Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

Pfänder jiifiisuincn gehören und auf einen Pfand-
schein verpfändet werden.
V. 14. Der Ucberschlisi, welcher von dem Ver-
kaufspreise der Pfänder nach Befriedigung des Pfands
gläubigere übrig bleibt, ist, in so fern derselbe bey
jedem einzelnen Pfände nur 10 thl. oder weniger
beträgt, sogleich an die Armen-Casse des Orrs ab-
znliefern, wenn sich nicht, bevor die Ablieferung
würrlich erfolgt, anaoch der Eigcnthümer des Pfan-
des melden sollte, wclchrnfals demselben der Uebcr-
schusi nach gehörig beygebrachter Legitiination zu
verabfolgen.
Beläuft sich aber der Ucberschnß bey einem
einzelnen Pfände höher als auf 10 thl., so ist dcr-
selbe von dem Gericht 26 depofitum zu nehmen,
und bevor solcher an die Armen - Casse abgclicftrt
werden kann, nach Vorschrift des Pfand - und Leih-
Reglements vom izten Mär; 1787. 132. u. f.
zu verfahren.
4. 15. Obige Vorschriften finden nicht An-
wendung, wenn von einem Pfandverleiher Juwe-
len, Kostbarkeiten, rare Schildereyen, Kunststücke
und seltene Münzen zum Pfände gcnonimen wor-
den, in so fern Stücke dieser Art, welche auf ei-
nen Pfandschein verpfändet worden, in jeder Ru-
brik, nach der im Pfandbuche ver;cichncten Be-
merkung, oder in deren Ermangelung nach einer
davon .auftunehmendcn Tape, fünf hllndcrt thl. und
darüber an Werth betragen, da dergleichen Kost-
barkeiten, nach Vorschrift der allgemeinen Gerichts-

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