Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

»er ttr, bei mchrern Gelegenheiten von Uns aller-
höchst selbst geäußerte Wille, daß Strafen und Un-
tersuchnngskosien von einem Bestraften nur so weit
eingezogen werden, sollen, als es ohne Zurücksetzung
desselben in seinem Nahrungsstande geschehen kann.
In dieser Rücksicht, und da, so viel aus den ehe-
mals inspjxirten Akten erinnerlich ist, einige der be-
straften Bauern kürzlich mit abgebrannt sind, haben
Wir-auf sie eine Geldstrafe um so mehr unanwend-
bar gehalten, .und da in dem Urtel evenrualiter eine
Gefangnißsirafe mit festgesetzt ist, auch die Inkulpa-
ten-diese, her ^Geldstrafe verziehen; so isi,^b a in der
Regel ein. jeder. -Sträfling die Geldbuße Vorzieher,
.auch schon daraus ihre Unvermögenheit zu folgern.
Der hiesige Magistrat muß indessen das Ver-
mögen oder Unvermögen derselben am besten kennen,
und wenn dieser das ,letztere und daß sie, oder ei-
nige von ihnen, die Geldbuße ohne Schmälerung
ihres Nahrungsstandes nicht erlegen können, atte-
stirt; so hat cs lein Bedenken, die Gcfangnißsirafe
zri einer Zeit, wo sie in ihrer Wirkhschafr. am wenig-
sten versäumen, an ihnen zu vollstrecken. Bon den-
jenigen aber, welche-der Magistrat für hinreichend
bemittelt erklärt, muß die -Geldstrafe beigetrieben
werden. Hiernach habt Ihr daher weiter zu ver-
fahren.
Berlin, den 8ten Septbr. 1804. A. Sp. B-
». Goldbeck.

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