Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

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in keiner Verbindung sichenden Personen anvertrauet
werden soll.
Wir bitten also unterthänigst, uns über die vor«
hin festgesetzte Frage mit einer ällergnädigsicn Vor-
bescheidung, sowohl in diesem, als in anderen Fäl-
len huldreichst zu versehen.
Lingen den 6. Srptbr. 1804.

Rcscript des Justiz-Ministerii an bie. Regierung zu
Lingen auf, vorstehende Anfrage.
Fr. W. KU rc. Auf Eure Anfrage vom 6.
b.M., welchem Theile die Erziehung und Verpflegung
eines unehelichen Kindes nach zurnckgelegtem4. Jahre
zu überlaßen? wollen Wir Euch zur Resolution nicht
verhalten, daß zwar der Mutter dieDcfugniß nicht zu-
fiehet, die Erziehung des Kindes als ein Recht zu for-
dern , daß es aber in dem von Euch angezcigten
Fall, nach §. 624. Th. 2. Tik. 2. des. Allg. Landr.
dem Ohervormundschastlichen Ermessen überlaßen
bleibt, wenn das- Kind besser bei der Mutter ver-
pflegt werden kann, als bei den Bauersleuten, wo
der Dätir es ünkerbringcn will, dasselbe der Mutter
zur ferner« Erziehung gegen die vom Dater zu zah-
lenden io Rthl. zu belaßen. •
Berlin den 17. Sept. 1804. A. Sp. B/
v. Goldbeck.

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