Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

will, dieselbe der Mutter des ferneren überlast
sen mäßefolglich der Schwangerer die Be-
fugniß nicht habe, das Kind, durch Unterbrin-
gung bei anderen Leuten, der Mutter zu ent-
ziehen f{
»
Äuf der einen Seite scheinen zwar die Worte
des Gesetzes im angeführten $. 622, wornach dem
Water die Wahl gclaßen ist, die Verpflegung und
Erziehung des Kindes selbst zu besorgen , , mit sich
zu bringen, daß er dieses auch durch andere in sei-
nem Namen bewirken laßen könne. Auf der ande-
ren Seite aber ncgiret die Mutter, daß die Worte
des Gesetzes nur auf die selbsteigenr Erziehung und
Verpflegung des Vaters um deswillen cinzuschräil-
ken sei, weil das Gesetz sonst wohl bestimmt haben
'würde, daß der Schwangerer das Kind auch bei '
anderen zur Erziehung und Verpflegung unter-
bringen könne. Dieses Behaupten der Mutter
scheint auch dem Sinne des folgenden §. 624. um
deswillen angemessen zu sein, weil daselbst ausdrück-
kich von einer dem Schwangerer selbst zu überlas-
senden Erziehung Erwähnung geschichet; auch die-
sem hinzutritt, daß bas Gesetz wohl nicht ohne
Grund die Erziehung und Verpflegung eines solchen
Kindes, dem Schwangerer oder der Mntter selbst,
hat überlaßen wollen, da nicht zu läugncn, daß
diese mit mehrerer Achtsamkeit auf gute Erziehung
und Verpflegung unter ihren eigenen Angen halten
werden, als wenn dasselbe dritten, mit demselben

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