Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

lich gerichtlichen Testamente, oder ohne ei-
nen solchen Vorbehalt, auch in einem Co-
dicill ernannt werden können, „nd od auch
ein Frauenzimmer exccutriL. testamenti
werden möge 't
Da die Vollziehung eines Testaments nach den
Grundsätzen von Vollmachts-Aufträgen zu beurthei«
len ist, auch die Ernennung eines Testaments - Epe-
cutors minder wichtig, als die Bestellung eines Vor-
mundes seyn dürfte, so scheint die Willensmeinung
-es Testators rechtlich wohl bestehen zu können.
Urbec alle vorgedachtermaßen zu unserer Erwä-
gung gekommene Fr.agen, haben wir zwar vorläufig
die rechtliche Meinung angenommen:
l) Daß Vormünder extra testamentum ernannt
tverden können, deren Dispensation von der
Aufsicht und Direktion des Obervormund-
schaftlichen Gerichts, ohne sie zu benennen,
im Testament bestimmt ist; ■
s) daß ein Testator sowohl dem Pupillen.Colle-
gio, als den von ihm ernannten Vormün-
dern, die Ernennung anderer anstatt ihrer
und mit Dispensation von der Obervor-
mundschaftlichen Direktion und Aufsicht de-
legiren könne;
g) daß executores testamenti eben sowohl und
noch mehr als Vormünder, in Codicillen,
oder andern außergerichtlichen Dispositionen
gültig ernannnt werden können;

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