Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

von ihnen noch in dein Alter, daß das Ableben ihr
res Vaters wahrscheinlich in ihrer Minderjährigkeit
erfolgen möchte. Für diesen Fall hat der Testator
verordnet, daß die den Kindern zn bestellende Vor-
münder, so weit es nur gesetzlich möglich ist, von
der Aussicht des Pupillen-Collegii befreiet scyn sol-
len, und seine dcsfalsige Disposition vollkommen
bestimmt und deutlich zu erkennen gegeben. Allein
er hat nicht zugleich die Personen der künftigen
Vormünder benannt, sondern sich Vorbehalten, sie in
einem künftigen Codicill zu dcnominiren, und in so
fern dies nicht geschehen sollte, oder aber die nach-
träglich von ihm zu benennende Vormünder die
angetragene Vormundschaft ausschlagen möchten, fest-
gesetzt, daß das Pupillen-Collegium die Vormünder
wählen, ihnen jedoch auch in diesem Falle völlige
Befreiung von seiner Ober-Aufsicht angedeihen las-
sensolle.
Zugleich hat er den einmal instituirten
und gehörig verpflichteten Vormündern UN Voraus
dir Befugniß crtheilt, in die Stelle des etwa abge-
henden Vormundes oder der etwa abgehendcn Vor-
münder, andere, mit völlig gleichen Exemtionen
und Immunitäten zu erwählen.
Es ist daher die Frage angeregt worden t
ob ein Vormund, den der Erblasser und
Vater seiner Pflegebefohlenen von dem im
§. 422 bis 678, Tit. 18, Th. 2 des A. L.
R. vorgeschricbencn Einschränkungen be-
freien will, in dem Testament, weiches- eine

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