Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

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dein sie von einigen darüber befragt worden, ge-
leugnet. Mehrere Wochen vor ihrer Niederkunft,
nachdem sic eine große Flöte Milch aufgehoben und
in die Küche getragen hatte, war es ihr, als wenn
ihr etwas im Leibe geplatzt wäre, worauf, sie drcy
Tage lang einen Abgang von theils klarem, theils
geronnenem Blute hatte. Am 5tat August 1802
gieng die Jnculpatin Morgens um 4 Uhr, nachdem
sie die .Naü)t ruhig und ohne alle Schmerzen ge-
schlafen hatte, mit den übrigen ins Feld, um Rog-
gen zu schneiden. Bald darauf bckain sie Schnei-,
beit im Leibe, welches gegen Mittag fo heftig wurde,
daß sie von der Arbeit gieng, und um zu ihrer
Mutter zu gelangen, sich über die Weichsel sez-
zen lassen wollte. Unterdessen vermehrten sich die
Schmerzen fo sehr, daß sie nur mit Mühe, und
unter Vcihürfc ihres Bruders in die.Fahre kam,,
wo sie sich an die Seite derselben nicderhuckte, und
als sie das jenseitige Ufer beinahe erreicht hatten,
sie! ihr ein Kind ans dem Leibe heraus,' welches
nicht nur die Jnculpatin, sondern auch die auf der
Fähre zugegen gewesene verwittrrele Ewcl einigemal
quarren gehört fju haben behaupten. Nachdem die
Uebrigen schon die Fähre verlassen hatten, so riss
Jnquisitin die Nabelschnur mit den bloßen Händen
entzwey, nahm hierauf das Kind in. ihren Rock,
trug dasselbe nach einem mir Wasser ungefüllten
Graben, und legte es der Länge nach auf dem
Rücken, Während dieses geschah, gieng noch die
Nachgeburt ab, welche von den vorhandenen

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