Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

chen, und nach diesem Maaßstabe eine Geburt desto
mehr für unreif haften, je mehr sie von den Be-
dingungen eineS reifen Kindes abweicht.
Wenn nun ein reifcs^Kind,
iven'^strnö sechs Pfund wiegen und achtzehn
Zoll lang seyn; an Händen und Füßen hSi-k«
iia)c ^ungebildete Nägel; dir Haut ein fleisch-
farbenes -Ansehen haben; unter seinen einzelnen
Theilcn das gehörige Verhältniß hcrschcn n.uß;
das Kind der Jncukpatin hingegen,
nur vier Pfund wog, und nur siebenzehn Zoll
lang war; ihm die harre» Nägel an den Zehe»
noch fehlten; überdies ein ältliches Ansehen,
rothe runzlichtc Haut hatte, und die Größe
der einzelnen Thcile nicht im gehörigen Ver-
hältnisse stand;
jo folgt daraus, daß cs ncd) .weit von seiner Aus-
bildung entfernt war, und höchst wahrscheinlich
Noch nicht die zosie Woche erreicht hatte. Eine
solche frühzeitige unreife Geburt aber, ist nicht
fähig das Leben forrzusetzen, und zwar im vorlie-
genden Falle um so weniger, da sie durch die Krank-
heit, den Fall und durch den Blutgang,- fo die
Mutter vor der Niederkunft erlitten, äußerst ge-
schwächt worden seiyn mußte, wie denn auch die
Obducente» das Kind sehr klein und mager befun-
den haben.
Was die zweite Frage anbetrift,
ob das Krnd nach der in dem^Obductions-Prö-
tocoll und dem Viso referto beschriebenen mit

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer