Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

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Im crjrcfR Falle kann der Arresischlag bey vor-
handenen gesetzlichen Erfordernissen von dem einlan-
Lischeu Gericht, in dessen Gerichts-Bezirk fich das
zum Object desselben dienende Vermögen' deö Aus-
länders befindet, unbedenklich verfügt werden, jedoch
mit der Einschränkung, daß in solchem Falle der
Umstand, daß der Arrestat ein Ausländer ist, für
sich allein noch nicht hinrcicht, um die Besorgniß
deS Arrestanten, daß ihm das,Object seiner Befrie-
digung entzogen werden würde, zu rechtfertigen. Die
bey den hiesigen Gerichten aufgenönrmencn Verhand-
lungen sind demnächst dem auswärtigen Gericht, bey
welchem die Hauptsache anhängig ist, abschriftlich
zu übersenden, und ist demselben nach Vorschrift der
Gerichts-Ordnung Th. i. Tit. 29. §. 43. die wei-
tere Verfügung zu überlassen, wenn nicht der Kla-
ger, der in dem auswärtigen Foro Angestellten Klage
entsagen will und auf die Fortsetzung der Sache
bey den hiesigen Gerichten antragt.
Im letzten Falle, wenn nur ein gewöhnlicher
Arrest nachgesucht wird, kann derselbe nach Vor-
schrift der GerichrS-Ordnung a. a. O. §. 48. von
dem Einländischcn Gericht nicht anders verfügt wer-
den, als wenn dasselbe von dem auswärtigen Ge-
richte, bey welchem die Hauptsache anhängig ist, dar-
um gebührend reqnirirt wird, und ist daher der
Arrestant, sobald es an dieser Requisition mangelt,
anzuweisen, dieselbe zufördcrst anszuwirken.
Hiernach habt Ihr Euch überall gebührend zu
achten und demgemäß, wenn in dem Falle, welcher

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