Full text: Volume (Bd. 3 (1805))

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ob die zwischen dem Potsdamschen Militair»
Waisenhause oder den ihm zugehörigen In-
siituten und den Pachtern,und Administrato-
ren derselben entstehenden Processe von dem
Kammergerichte oder dör Churmärkischen Krie-
ges- und Domainen» Kammer -Justiz -Depu-
tation insiruirt und entschieden werden müssen?
folgendes Conclusum gefaßt. .
Daß,, da dergleichen ^Rechtssachen, als die ist, .
welche den jetzigen Iurisdiceions-Streit veranlaßt
hat, weder Königs. Jntraden oder Domaincn, noch
auch die Staats -Ockonomie und Polizei betreffen
und zu allen den im Ressort-Reglement $. 6. für
die Krieges- und Domaincn-Kammern specialiter
-orbchaltcncn Rechtsangelegenheiten nicht gehören,
vielmehr das Potsdamsche Waisenhaus eine fromme
Stiftung ist> welche nach dem General-Reglement
für selbiges vom isten November 1724. dazu anae-
ordnet worden, Soldatenkinder beiderlei Geschlechts
darin zu erziehen, damit sie demnächst zu einer an-
nehmlichen Profession gebracht werden, und sich ihr
Brod ' mit ihrer Hände Arbeit verschaffen können,
die Churmärkische Kammer auch mit der Oberauf-
sicht und Administration dieses Waisenhauses nichts
zu thun hat, folglich ans diesem Grunde die etwan
damit in Verbindung zu setzende Justiz-Pflege nicht
verlangen kann, kein Rechtsgrund vorhanden sey,
der Churmärkischen Kammer-Justiz-Deputation die
Erörterrmg und Decisio n der zwischen dem Directo-
rio des Freyenwalder Allaunhcrgwerks und dem Cu»

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