Full text: Volume (Bd. 8 (1875))

9. Literatur

9.1. Geschichte des ehelichen Güterrechtes in Deutschland, von Dr. Richard Schröder, o. Professor des d. Rechts in Würzburg. II. Theil

9.2. Gemeines eheliches Güter- und Erbrecht in Deutschland. Von Heinrich Vocke, k. bayer. Bezirksgerichtsrath

Literatur

3.
1. Geschichte des ehelichen Güterrcchtes in Deutschland, von Dr. Richard
Schröder, o. Prof, des d. Rechtes in Würzburg. II. Theil.
Das Mittelaller. 3. Abth.: Das sächsische u. das friesische Recht
Stettin, Danzig, Elbing. Leon Saunier. 1874. 428 S.
2. Gemeines eheliches Güter- nnd Erbrecht in Deutschland. Von
Heinrich Vocke, k. bayr. Bezirksgerichtsrath. Nördlingen^Beck.
. 1873. I. Bd. 690 S. II. Bd. 332 S.*)
Mit der nun vorliegenden dritten Abtheilung seiner Geschichte des
ehelichen Güterrechtes in Deutschland hält Schröder sein vor zehn
Jahren gegebenes Versprechen, die Geschichte des ehelichen Güterrechtes
von der ältesten Zeit bis auf die Gegenwart darzustellen, für gelöst.
Mit Recht; denn obwohl er diese Geschichte erst bis zum Ausgange
des Mittelalters oder genauer bis zum Einbrechen des römischen Rechtes
fortgeführt hat, so.ist damit doch eine nahezu vollständige Geschichte des
heutigen Rechtszustandes geliefert, da derselbe, von unbedeutenden Modi-
fikationen abgesehen, noch derselbe ist wie vor fünf- oder sechshundert
Jahren. Seitdem hat sich wohl der äußere Entwickelungsgang des ehe-
lichen Güterrechtes m Deutschland geändert, aber die Dogmen-Entwicke-
lung und innere Weiterbildung ist mit dem Ende des Mittelalters stehen
geblieben. Eine Fortführung des Werkes bis zur Gegenwart würde
daher vielfache Wiederholungen enthalten und im klebrigen einen Be-
standtheil der großen Invasionsgeschichte des Römischen Rechtes bilden.
Es versteht sich von selbst, daß das Schrödersche Werk für die große
nationale Aufgabe unserer Tage, deren. Verwirklichung vorzubereiten sich
diese Zeitschrift zum Ziel gesteckt hat,.von ganz besonderer Bedeutung
ist; zeigt es doch in erschöpfender Weise, wie das eheliche Güterrecht
Deutschlands, dessen Zerfahrenheit sprüchwörtlich geworden war, in orga-

*) Anmerkung d er Redaktion. Das Werk von Bocke ist zwar bereits im
vorigen Jahrgang besprochen; da indeß die gegenwärtige Besprechung näher auf den Inhalt
eingeht, als in der früheren geschehen ist, so wird die Veröffentlichung den Lesern nicht
ppwillkommen sein.

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