Full text: Volume (Bd. 1, St. 1 (1803))

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ilfir den Niesbrauch , noch die Adminiftration
lavon haben folle ; fo folie dies gefetzlich gül-
tig feyn, und dem Vater kein Recht zuftelm,
bine solche Difpofition anzufechten, sobald
|inr der Pflichtthei'l liiebey nicht gekränkt fey.
)hnc Zweifel Iahe lieh nun aber diese Verord-
nung des römischen G-efetzes in Ansehung des
aters fehr füglich auf den Ehemann amven*
len. Denn wenn lieh nach römischem Hechte
[der Vater eine solche Verordnung mülTe gefal-
len Iahen, warum folle dies denn nicht auch
[eben fo gut bey dem Ehemanne ftatt finden
[können, obfehon ihm foult nach deutschem
[liechte der Niesbraucli und die Verwaltung zu-
liehe. Diefe Rechtsanalogie feye gewiss fehr
klar und einleuchtend; Die Rechte des Ehe-
Imanns könnten hier -doch unmöglich höher
feyn, als die des Vaters, und wobey letzte/er
fich beruhigen mühe, dabey könne doch wohl
nicht leicht elfterem in ähnlichen Fällen ein
I Recht zuftehen. — —
Soweit das Wesentliche des Gutachtens. Ich
Imufs hiebey noch bemerken, dafs es an dem
Orte des B. nicht gebräuchlich war, dafs der
IEhemann als tJfufractuar und Verwalter des
Vermögens dfer Frau Caution leisten mühe,

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