Full text: Volume (Bd. 1, St. 1 (1803))

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als dafs icb, aufser den aufgeftellten, noch
neue Gründe für die Behauptung der klägeri-
fchen 1 ai they follte aufünden können» Nur
eines fcheint mir jedoch hiebey noch einige
Betrachtung zu verdienen , und fo eine Be-
hauptung des beklagten Theiles dufto ficherer
widerlegt werden zu können. Ich meine näm-
lich den Ein wand des Beklagten, dafs der Er-
be leicht durch den Reiz des Gewinnes lieh
könne veranlafst fühlen, die Bedingung zu er-
füllen ) und dafs ebendeshalb die letztere uner-
laubt feye. Aber, auch zugegeben, dafs die
Verkeilung von dem Vorth eile den Erben ver-
leite, anders zu handeln, als feine Ueberzeu-
gung fodert; fo entfteht hieraus doch nur im-
mer ein fittlicher Nachtheil für den Erben»
von letzterem aber, dünkt mich, darf hier die
Rede nicht feyn, fondern von rechtlichem Nach-
theil. Der Staat foll allerdings dahin fehen,
folche Anhalten zu treffen, wodurch die Un-
fittlichkeit feiner Bürger verhütet werde; aber
dies Verhüten geht nur das Recht nichts an.
Letzteres fucht hur die Rechtlichkeit feiner
Bürger zu erhalten; ganz aufser feiner Sphäre
aber liegt die Sittlichkeit. Für letztere mag
der Theologe allenfalls forgen. Ich finde es da-
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