Full text: Volume (Bd. 1, St. 1 (1803))

77

|te die oberflächliche Entfcheidnng des Rechts*
Collegiums durchaus nicht befriedigen *). Die
Kläger drangen deshalb um fo mehr auf eine
abermahüge Versendung der Acten: nach einer
Igeraumen Zwifchenzeit Kam endlich das Ur-
Itheil, und zwar, was beym ganzen Verlauf des
weitläuftigen Rechtsstreites nicht geschehen
j war, zu Gunften der Kläger. Der herrschen-
1 de Grundsatz von Seilen der Facultät war der,
auch schon von dem klägerifchen Anwald aus-
gestellte , dafs die Bedingung überhaupt nicht
unerlaubt feye, weil ihre Erfüllung und die
I
i
*) Iclx habe es leider theils in gedruckten , theils in un-
gedruckten Rechtsfprüchen mancher Juriftenfacultä-
ten lehr häufig gefunden, dafs bey denselben der böfe
Dämon eines fogenannten Gerichtsbrauches noch gar
gewaltig herrschen müfle. Manche Facultät bleibt
ihrer einmal angenommenenMeinung bey einer strei-
tigen Rechtsfrage fo sehr getreu, dafs fie alles an-
dre eher hintenaufetzt, als den lieben Gerichts-
brauch zu verletzen. Sie sucht dabey ihren Ruhm
in einer gewiss äufserft falschen Confequenz. Bey-
fpiele find übrigens verhasst; fonfi: sollte es mir
nicht schwer fallen, das getagte zu beweisen.
Dafs von diesem. Unwesen übrigens manche Fa*
cultäten, namentlich die Jenaifche, eine rühmli-
che Ausnahme machen, bin ich nicht in Abrede,
und den Beweis Hiervon in Hinficht der letzteren
liefert Hufeland in feinen Bey träten St.

&

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer