Full text: Volume (Bd. 1, St. 1 (1803))

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flraft wißen wollte, das Säcken für das fchick-
lichfic Suhßilut diefer Strafen gehalten haben;
aber hieraus ergiebt heb noch'keine gefclzliclie
Gleichheit derselben. Verwandt mögen he (ich
allerdings feyn, allein da der Richter bey ihrer
Anwendung auf das aubject, in Hinficht feines
Gefcblecbtcs, Rücklicht nehmen soll; fo find
iie nicht für gleich zu achten: wären fie dies,
fo könnte der Richter wählen, welche von die-
fen Strafen er wollte, ohne Rückficlit des zu
bestrafenden Subjects. Ueberdies ergiebt fich
ferner auch schon daraus, dafs unfre Krimina-
liften hier nicht von gleichen VerliältnilTen der
Strafen reden können, dafs Karl nicht blofs
vom Rüdem und Säcken, sondern auch vom
Strange und dem Ertränken, vom ßclnverdtc
und dem Säcken spricht, und beym gefährlichen
Viehfiahl den Mann mit dem Strange, beym
dritten Diebftahl mit dem Schwerdte, das Weib
aber in beyden Fällen mit dem Säcken bestraft
wiffen will; und nun doch» nach Annahme eben
dieser Kriminaliften selbst,' das Schwerdt und
der Strang nur zu den einfachen, das Säcken
aber zu den qualißicirten Todesftrafen gerech-
net wird, Die einfachen und qualificirten To-
desftrafen will man doch aber nicht für coordi-

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