Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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In Gemäßheit der königlichen Cabinets-Ordre vom
1. August 1810,
Mathis, Monatsschr., Bd. X. S. 452., -
ward indessen die Führung der Hypothekenbücher über das
ritterschastliche Grundeigenthum in der Kurmark dem Kam-
mergerichte überwiesen, und dem zu Folge wurden die rit-
terschaftlichen Successions- und Landbücher, so wie die
Grund-Acten, an diese Behörde abgegeben. Schon früher
war mit diesem Gerichte auch das kurmärkische Lehns-Ar-
chiv vereinigt worden, und solches wurde nun mit der Hy-
potheken-Registratur verbunden.
Von den Ritterschafts-Collegien waren die Anord-
nungen des Edictes vom 4. August 1763 wenig beob-
achtet worden; jetzt geriethen diese ganz in Vergessenheit,
theils, weil in der Cabinets-Ordre vom 1. August, und
dem Begleitungs- Rescripte vom 2. August 1810 dem Kam-
mergerichte nur die Führung der Hypotheken-Bücher spe-
ziell übertragen, und dasselbe in dieser Beziehung mit An-
weisung versehen war, theils, weil sich überhaupt keine Ver-
anlassung zeigte, von Amtswegen die Familien- undSuc-
tessions-Bücher zu vervollständigen, oder diejenigen, denen
etwa als Agnaten und Gesammthändern Successionsrechte
an einem Lehngute zustehen möchten, zur Nachsuchung der
Eintragung aufzufordern.
Hierzu kam, daß'die Leistung des Homagial-Eides
längere Zeit hindurch ganz unterblieb. Erst die von Amts-
wegen erlassene Verfügung vom 14. October 1824, '
General-Acten des Kammergerichts, H. 42. gen., fol.
58.,
bewirkte, daß die Acquirenten von Rittergütern diesen
Eid wieder leisteten; dagegen geschah dies nach wie vor nicht
von den Gesammthändern und Agnaten, die sich et-
wa zur Eintragung ihres Rechtes meldeten, obwohl von
einer

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