Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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vel titulo it fein Gut besäße, wer die nächsten Successo-
ren und wer die Gesammthänder wären rc. Zugleich sollte
diese Behörde das Landbuch führen und darin die Schulden
und die crtheilten Consense gehörig verzeichnen.
. Die Anordnung, in Betreff des Successtons - Regi-
sters, wurde zwar öfters in Erinnerung gebracht, indessen nicht
gehörig befolgt. Da dies nun große Verdunkelungen und
weitläuftige Processe nach sich zog, so fand sich König Frie-
drich II. veranlaßt, für sammtlichc Provinzen, in welchen
die Aufhebung der Lehnsherrlichkeit zu Stande gekommen,
das Edict vom 4. August 1763 zu geben,
Mylius, C. C. Bd. II. Sol. 255 flgd.,
dessen wesentliche Bestimmungen hier deshalb umständlicher
zu erwähnen sind, weil es zweifelhaft ist, welchen Ein-
fluß das Edict auf fetzt erst zu beurtheilende Fälle äußert. ■
Nach demselben sollte —
1) jeder damals im Besitze eines Lehns sich befin-
dende Gutsbesitzer, binnen Jahr und Lag, bei künfti-
gen Anfällen aber, binnen 4 Wochen, auf erfolgte Erinne-
rung, bei Vermeidung von Geldstrafen und doppelten Ein-
tragungs-Kosten, seinen Besitztitel berichtigen lassen.
2) In Betreff der Agnaten und sonstigen Lehn-
berechtig ken ward sogar bestimmt, daß alle die, welche
an die für allodificirt erklärten Lehne ein Successtonsrecht,
es sei aus welchem Grunde es wolle, pkatendirten, bei
Verlust ihres Successionsrechts, binnen Jahresfrist
vom 1. Januar 1764 an gerechnet, solches bei der be-
treffenden Lehns-Registratur anzeigen, und die Eintragung
des behaupteten Successionsrechts in das Landbuch nachsu-
chen sollten, Söhne jedoch nur erst nach des Vaters Tode;
§.7.
3) Ein Gleiches sollte in Absicht der abwesenden Ge-

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