Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

378
mutigen der Assecurativn bei diesen Lehnen ebenfalls in An-
wendung kommen sollten.
Lehnst Assecurativn vom 30. Juni 1717 §. 2.
- Resol. vom 80. Avril 1718 sä 5. Mylius, a. a. O.
' Col. 97.
• Auch diese Bestimmungen haben kein Interesse mehr.
Die'Lehne, welche damals auf zwei Augen standen, sind
entweder längst äpert geworden, oder die Allodification ist
auch in Hinsicht ihrer, nach der Declaration vom 30. April
1718 all 4., eingetreten, weil beim Absterben des da-
maligen Besitzers zwei männliche Desce'ndenten vorhanden
waren. Von diese»' Lehnen galten im klebrigen, nach der
gedachten Declaration, dieselben privatrechtlichen Bestim-
mungen, wie von den nicht vorbehaltenen Lehnen!
Alle von Friedrich Wilhelm I. ertheilten Exspectanzen
auf Lehne sind, mittelst Verordnung vom 3. Juni 1740,
Mylius-, cont. I. Col. 339.,
gänzlich -aufgehoben- in so ftrn die Exspectanten nicht schon
wirklich in den Besitz des Lehns damals gekommen waren.
In diesem Falle sollten die Güter den Besitzern und ihren
Familien verbleiben. Dasselbe ist bei dem Regierungs-
Antritte Ftiedrich Wilhelms II., in Beziehung auf die
von Friedrich II. ertheilten Exspectanzen, mittelst Verord-
nung vom September 1786,
Mylius, N. C. C. 555. VIII. Col. 147.,
wiederholt. In der Kurmark sind nach den Acten des
Lehns-Archivs, die Aufhebung der Lehns-Exspectanzen be-
treffend- insbesondere dem Berichte des Kammergerichts vom
21. September 1786, solche Exspectanzen gar nicht ertheilt
worden;
not» alleg. fol. 20.
In Gemäßheit der in der Lehns-Assecuration den Stän-
den gestatteten Freiheit, durch Uebereinkunft unter sich be-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer