Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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ritorien von dem Kurfürstenthume Brandenburg zu Lehn
trugen.
Diese Bestimmung der Lehns-Assecuration ist jetzt nur
noch in, historischer Beziehung beMerkenswerth; denn durch
den Art. X. des Tilsiter Friedensschlusses hat die Krone
Preußen auf alle, und folglich auch auf die lehnsherrlichen
Rechte in den sämmtlichen, zwischen der Elbe und dem
Rheine belegenen Landen, so wie in den diesseits der Elbe
gelegenen Gebietstheilen von Sachsen und Anhalt, Verzicht
geleistet. Wenn nun gleich im Pariser Frieden der Tilsi-
ter aufgehoben worben, so hat Preußen doch die Lehns-
herrlichkeit über die Lehne extra curtow nicht reclamirt,
vielmehr ist in einem späteren Rescript vom 9. August
1817,
fol. 98. der Generalacten L. 28.,
ausdrücklich bestimmt, daß eine Reklamation der lehnsherr-
lichen Rechte nicht statt finden solle. In dem mit dem
Königreiche Sachsen geschlossenen Vertrage vom 18. Mai
1815, Ges. Samml. von 1815, S. 53. 60., ist eine ge-
genseitige Verzichtung auf alle feuda extra curtem noch
besonders ausgesprochen.4) Dieser Gegenstand kann daher,
in Beziehung auf die Kurmark, als gänzlich erledigt an-
gesehen werden.
Endlich waren von der Allobification in der Lehns-
Assccuration
5) die damals auf zwei Augen stehenden Lehne, so
wie die, auf welche der König Friedrich Wilhelm I. seit
seinem Regierungs - Antritte Exspectanzen ertheilt hatte,
in so fern ausgenommen, als sich der'Landesherr den
Rückfall und die weitere Vergebung dieser Lehne im Aper-
tur-Falle vorbehielk, wenn gleich übrigens die Bestim-

4) V-rgl. die Zeitschrift Bd. I. S. 303. 306.

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