Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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Scheplitz, so wie den Eingang zu der Steyer-
Hoffmann'schen Dissertation über die Joachimische
Constitution.
Sollte aber auch der Kanzler Distelmeier nicht der
Verfasser des Entwurfs der Landes-Constitution gewesen,
und solcher von dem Kurfürsten Johann George nicht wirk-
lich bestätigt worden sein, so ist so viel unzweifelhaft, daß
schon im 17ten Jahrhundert der Entwurf dieser Consti-
tution durch Abschriften vielfach verbreitet gewesen ist *),
und von jeher bei den praktischen märkischen Juristen in
dem größten Ansehen gestanden hat. Namentlich kommen
alle darin überein, daß der Inhalt der Constitution als
Beweis für das damalige märkische Gewohnheitsrecht, so
weit solches darin als bisher gültig gewesene Observanz
angegeben worden, unbedenklich betrachtet werden könne.
Cfr. Scheplitz, consuetud. Brandenburg.
Schartow, de differentiis juris civilis et mar-
chici.
Stryk, de vidua nobili, p. 52. nr. 32.
v. Kamptz, Provincial- und statutarische Rechte, $. 7.
Nr. 31. S. 7.
Auch bei den Gerichtshöfen hat sich das Ansehen die-
ser Constitution in der oben gedachten Beziehung fortwäh-
rend erhalten. '
In der Gerichtsverfassung trat übrigens in der letz-
ten Hälfte dieses Jahrhunderts noch die Aenderung ein,
daß für die Altmark so wie für die Uckermark, außer dem

5) Ein anderes, in den allegirten Geheimen Archivs-Acte» be-
findliches, und mit der Jahreszahl 1596 bezeichnetes, Exemplar der
Constitution ist mit dem Vermerk versehen:
„Diese Kammergerichts-Ordnung ist ann. 1619 mit den Acten aus
Vorpommern anhero gekommen."
II. Bd. 2s St.

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