Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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indessen nur die Publicatio» der Brau-Ordnung im Jahre
1577 zur Folge gehabt, wahrend die Berathuttgen über
die Landes-Constitution selbst nicht zum Schluß gediehen
zu sein scheinen, und daher der Entwurf nicht zur Publi-
catio» gekommen ist.
' Dgl. hierüber den Vorbericht zur 3ten Abtheilung des
6ten Theils der Myliusschen Edikten-Sammlung,
in welcher der Entwurf jener Landes-Constitution,
Col. 19 — 54, abgedruckt ist.
Daß der Entwurf einer solchen Landes - Constitution
auf Befehl des Kurfürsten Johann George wirklich ver-
faßt worden, ist in einer spätem Verordnung des Kurfür-
sten Friedrich Wilhelm des Großen vom 15. December
1687
- Mylius, Th. II. Abth. V. Col. 45. No. XXXIV.
ausdrücklich anerkannt; auch finden sich in den oben alle-
girten Acten des Geheimen Archivs vier verschiedene Exem-
plare dieses Entwurfs vor. Ein in denselben Acten befind-
liches, Sonntags nach Jubilate den 7. Mai 1698 auf-
genommenes, Protokoll, über die Aufsiegelung der ver-
secretirten Schreibstube des Kanzlers Bel in, ergiebt ferner,
daß unter den in dem versiegelten Zimmer Vorgefundenen
Papieren das eine Exemplar jenes Entwurfs befindlich ge-
wesen ist, und dabei der Kanzler Belin bemerkt hat, daß
dieses Exemplar von dem Kanzler Lamprecht Distelmeier
verfaßt sei. Dasselbe enthält blos den Context, und scheint
der erste Entwurf gewesen zu seyn; dagegen findet sich in
den Archivs-Acten ein anderes, in
Mylius, I. o. Col. 55 sog.
gleichfalls abgedrucktes/ Exemplar der Landes-Constitution,
welches nicht nur noch ausführlicher, wie das angeblich
von dem Kanzler Distelmeier verfaßte, sondern auch ganz

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