Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

312
sonach das sonst in dem Sachsenspiegel verzeichnet Recht
als durchgängig in der Mark gültig betrachteten.
Vgl. Riedel, die Mark Brandenburg im Jahre 1250.,
. Th. H. S. 366., und Note 2. S. 361.
Nicht minder sind alle späteren märkischen Schriftstel-
ler darüber einig, daß das alte sächsische Recht in der
Mark zur Anwendung gekommen sei, namentlich:
Pruckmann, responsa juris, toni. I. consil. I.
nr. 12., consil. XXI. nr. 130.
Scheplitz, consuetud. Brandenburg., p. II. tit. 8.
Johann Benedict SchartQW, dissert. sub praesidio
Henrici a Cocceji de differentiis juris civilis et
marcbici, §. IV.
Kohl, declarat, acqur. const. jnarcb., qu. IX. nr. 10.
Sleyer - Ilo ffiaann, dissertatio, p. 22.
v. Kamptz, die Provincia!- und statutarischen Rechte
der preuß. Monarchie, LH. I. §. 21. S-. 57.
Auch zeigt sich bei Erörterung der einzelnen Rechts-
materken, daß mancherlei Spuren des sächsischen Rechts,
namentlich im Lehnrechte, sich sehr lange unverwischt erhal-
ten haben.
Was die Städte betrifft, so entstand der größere
Theil derselben erst zu einer Zeit, wo sich das Land- und
Lehnrecht schon ausgebildet hatte. Da nun die für das
platte Land geltenden Gewohnheiten und Rechte diejenigen
Verhältnisse nicht berührten, welche durch den städtischen
Verkehr erst hervorgerufen wurden, so war es von jeher
gebräuchlich, bei Gründung einer neuen Stadt, derselben

das zu des Markgrafe» Gericht niemand kompt denn gute erbare
Leute (Edle)."
Siche die nähere Erläuterung dieser Abweichungen in Riedel, 1. c.
S. 361. sq.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer