Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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Besitzer des belasteten Grundstücks in dem Sernigen et-
was leiden, oder, dulden muß, durch Verjährung erwor-
- den werden; so ist sowohl der Anfang, als die Fortsez-
zung einer solchen Verjährung, nach den Vorschriften
Lit. IV. §. 58., und Tit. VI. §§: 471 — 474. 2 3) zu
beurtheilen." • -
§. 12. „Zum Erwerb solcher Grundgerechtkgkeiten, die nicht
gewöhnlich oder alljährlich, sondern, nur selten und un-
ter gewissen Umständen, ausgeübt werden können, ist ein
fortgesetzter Besitz von vierzig Jahren erforderlich. Lit.
VI. §. 590.3)"
§. 13. „Bei der Verjährung solcher Grundgcrechtigkeiten,
die in einem Untersagungsrechte bestehen, finden die Vor.
, schuften Lit. IV. §§. 59 — 77. 4) Anwendung."
§. 14.

2) §. 58. „Wer eine Handlung, welcher der andere widerspre-
chen könnte, ohne dessen Widerspruch unternimmt, der erlangt
den Besitz des Rechts, von dem andern zü fordern, daß erwiese
Handlung ferner leide. (Negatives Recht.)"
§. 471. „Soll ein Recht durch die gewöhnliche Verjährung erwor-
ben werden- so muß solches nach der Besitzergreifung jährlich we-
nigstens einmal ausgeöbt worden sein."
§. 472. „Wird ein dergleichen Recht in einem ganzen Jahre gar
nicht ausgeübt, so ruht inzwischen die Verjährung."
§. 473. „So viel Jahre, als das Recht ruht, müssen der Verjäh-
rungsfrist zugerechnet werden."
tz. 474. „Wenn der Anfang und das Ende des Besitzes nachgewie-
sen ist, so wird vermuthet, daß die Ausübung des besessenen Rechts
auch in der Zwischenzeit fortgesetzt worden."
3) Statt §. 590. muß §. 509. gelesen werden. Der §. 509.
lautet:
„Wenn Rechte, welche nur selten benutzt werden können, wenig-
stens. zü drei verschiedenen Malen ausgeübt worden, so werden sie
- durch einen Besitz von vierzig Jahren erworben." D. H.
4) §. 59. „Den Besitz eines Untersagungs-Rechts erwirbt
der-

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